Arbeitsgemeinschaft Berufungspastoral der Orden

Ordensleben konkret

Was bedeutet Ordensleben konkret im 21. Jahrhundert. Die Vorstandsmitglieder der AGBO haben sich dieser Frage gestellt. Hier findest Du ihre Zeugnisse. Unten auf der Seite finden sich weiterführende Links zur Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK) und verschiedenen Ordensgemeinschaften.

Sr. Friederike

Ich heiße Schwester Friederike und bin gerne Dillinger Franziskanerin. Ordensfrau zu sein bedeutet für mich mit Fröhlichkeit den Menschen zu begegnen, mit ihnen ein Stück Weg gehen und ihnen die froh- und freimachende Botschaft Jesu Christi verkünden: bei Oasentagen, Klosternächten, Assisifahrten, Seelsorge, Arbeit mit Menschen mit Behinderung, … Nicht nur durch mein Leben mit ihnen, sondern auch durch mein betendes Mitgehen. Der Heilige Franziskus war ein froher „Spielmann Gottes“, der den Menschen einfach, auf gleicher Augenhöhe begegnet ist. Er schöpfte seine Kraft aus der Heiligen Schrift und dem Gebet. In seiner Nachfolge zu leben, bedeutet für mich, mich als „Mindere“ zu sehen, als von Gott total Beschenkte, als Frau, die kontemplativ unterwegs ist. Aus dieser Liebe zu Christus erwächst mir eine Freiheit und Freude. Ein anderes wichtiges Element ist für mich die „Umkehr“ – immer wieder neu umzukehren, hin zu Gott, der die Liebe ist. Das kann ich nur erfahren in Gemeinschaft mit anderen, die wie ich auf der Sehnsuchtsspur sind.

Sr. Kerstin-Marie

Als Ordensfrau habe ich mich entschieden, mit meinem ganzen Leben auf die Liebe zu antworten, mit der Jesus mich umwirbt. Diese Antwort als Dominikanerin zu geben, ist das Beste, was mir passieren konnte. Ich liebe es, in einer großen und alten Gemeinschaft zu leben, die auf der ganzen Welt zu Hause ist. Uns alle eint, dass wir Jesus nachfolgen, weil er uns liebt. Die Liebe, die wir erfahren, wollen wir nicht für uns behalten, sondern engagieren uns zum Heil der Menschen – auf ganz vielfältige Weise.

Sr. Kerstin-Marie, Arenberger Dominikanerin

Ich bin Missionsärztliche Schwester und lebe in unserer Kommunität in Berlin-Marzahn. Ordensfrau zu sein bedeutet für mich, im ganz normalen Alltag Gottes heilende Liebe zu erfahren und zu leben - in dieser Großstadt, in meiner Arbeit als Sonderpädagogin, im täglichen Miteinander. Das Leben in Gemeinschaft ist für mich Bereicherung, Unterstützung, gemeinsamer Boden - aus Gottes Lebensquelle schöpfen, in Verbundenheit mit meinen Mitschwestern und im Vertrauen, dass dieser Weg mitten ins Leben führt.

Sr. Thekla Schoenfeld MMS

Am Anfang meines Weges stand ein Ergriffen- und Erfülltsein von Gottes großer Liebe. Ich spürte in mir, dass eine Antwort gefordert war: Ich wollte diese Liebe auch anderen Menschen erfahrbar machen - zusammen mit gleichgesinnten Frauen.
Dieser erste Impuls hat sich durchgetragen bis heute – durch Höhen und Tiefen. Ich kann noch immer sagen: Ich bin gerne Ordensfrau, bin gerne unterwegs auf dem Weg der Nachfolge!

Sr. Maria Thekla Heuel; Jahrgang 1956 seit 1979 Schwester der Christlichen Liebe